Jugendleiterausfahrt an den südlichsten Gipfel Deutschlands

Mit guter Laune, reichlich Verpflegung und einer musikalisch durchaus speziellen Playlist machten wir uns auf den Weg nach Warth. Beim gemeinsamen Abendessen und der anschließenden Tourenplanung wurde schnell klar: Die nächsten Tage würden sportlich werden. Eine 200-Meter-Tour mit sechs Bohrhaken in einer sonnigen Südwand klang für uns nach einem durchaus interessanten Plan.

Der erste Morgen begann früh – beziehungsweise mit dem Versuch, früh zu beginnen. Wir hatten um 6:45 Uhr den Wecker gestellt, um pünktlich um 7 Uhr zu frühstücken. Die Erkenntnis, dass das Frühstück erst ab 7:30 Uhr angeboten wurde, verschaffte uns immerhin zusätzliche Zeit zum Packen und Haareflechten.Anschließend ging es zum Biberkopf, dem Grenzberg zwischen Österreich und Deutschland. Nach rund 800 Höhenmetern Zustieg erreichten wir den Einstieg unserer Mehrseillängentour. Für zwei Teilnehmer war es die erste Tour dieser Art. In zwei Seilschaften ging es nun über acht Seillängen nach oben.

Die Route bot abwechslungsreiche Kletterei, beeindruckende Ausblicke und die eine oder andere kleine Herausforderung.

Nach acht Seillängen war der Gipfel mit einem kleinen Materialverlust (R.I.P Michaels Friend) erreicht. Der Abstieg mit rund 1.000 Höhenmetern in Dämmerung und Mondschein forderte schließlich noch einmal die letzten Kraftreserven. Alle erreichten wohlbehalten den Ausgangspunkt und hatten sich das anschließende Abendessen redlich verdient. Da die gastronomischen Möglichkeiten vor Ort nach 21 Uhr überschaubar waren, war die einzige Option Pizza. Könnte schlimmer sein.
Zurück in der Unterkunft wurde der Tag bei Pizza, Gesprächen über die Tour und der dringend benötigten Dusche abgeschlossen. Nach einem langen Tag in der Wand war die allgemeine Begeisterung für warmes Wasser mindestens genauso groß wie zuvor für den Gipfel.

Aus den Erfahrungen des Vortages hatten wir gelernt und starteten am dritten Tag etwas später. Beim Frühstück beschlossen wir, es ruhiger angehen zu lassen. Statt einer weiteren großen alpinen Tour stand ein kleines Klettergebiet am Biberkopf mit etwa zehn Meter hohen Wänden auf dem Programm.
Nach dem Packen und dem Abschied von der Unterkunft ging es an den Fels. Dort konnten wir bei bestem Wetter einige kurze Routen klettern.

Nach etwa zwei Routen pro Person und reichlich Sonne war der Bewegungsdrang dann weitgehend gestillt. Wir nutzten die verbleibende Zeit noch, um verschiedene Seiltechniken auszuprobieren. .
Bereits kurz nach Mittag machten wir uns auf den Heimweg.