Hochtour für Einsteiger und Genießer auf der Franz-Senn-Hütte
Verfasser: Franziska, Julian, Armin und Thomas
Vom 03.07. bis 06.07. begaben sich fünf Mitglieder der DAV Sektion Buchen auf die Hochtour zu der Franz-Senn-Hütte in die Stubaier Alpen. Dazu gehörten Franziska, Armin, Thomas und Julian mit Philipp als Tourenleiter.
Früh am Morgen um 3.00 Uhr begann die Fahrt Richtung Berge. Nach etwas über zwei Stunden Aufstieg erreichten wir um die Mittagszeit unsere Herberge. Trotz gemeldetem Regen ging es nach der obligatorischen Bettenaufteilung in den Klettergarten, um diverse Sicherungstechniken kennenzulernen.
Phillip war ganz in seinem Element. Dazu gehörte der „Standplatzbau“ als auch erste Erfahrung im Umgang mit „Friends“ und „Keilen“. Der einsetzende Regen zwang uns zum Abend hin, die Theorie in die Hütte zu verlegen. Auch die Tourenplanung für den nächsten Tag wurde in diesem Zuge im Detail ausgearbeitet.
Der Freitag begann um 06.30 Uhr um direkt die erste Hochtour zu Starten. Mit gepackten Sachen und frisch gestärkt ging es den Gebirgsbach entlang Richtung dem Gletscher „Verborgen- Berg- Ferner“. Gut durchnässt erreichten wir das Eis und unsere Ausrüstung, bestehend aus Steigeisen und Eispickel kam zum Einsatz. Eine geschlossene Schneedecke zwang uns dazu eine Seilschaft zu bilden. Auch die Eisschraube wurde dabei zur Sicherung eingesetzt. Nach schöner Kraxelei erreichten wir das Gipfelkreuz vom „Vorderer Wilder Turm“ (3.177m).
Sturz- und Rutschübungen im steilen Gelände und dem dazugehörigen Einsatz des Eispickels gehörten zum „Unterhaltungsprogramm“ des Abstieges. Nach Wiedererreichen der Hütte ließen wir den Abend gemütlich ausklingen um gestärkt für die nächste Hochtour zu sein.
Auch die zweite Bergtour am Samstag gingen wir früh an. Unser heutiges Ziel: die „Innere Sommerwand“ (3.123m). Nachdem die Murmeltiere uns hier und da begleiteten, das Edelweiß uns ein „guten Morgen“ sagte, erreichten wir nach dreistündigem Aufstieg das Geröllfeld. Wir suchten nun mit Erfolg den Weg zum Gletscher, den wir im Anschluss mit Steigeisen und Eispickel bezwangen. Mit unterschiedlichen Sicherungstechniken ging es zum nächsten Teilstück Richtung Gipfel. Im ausgesetzten Gelände kam uns Philipps Erfahrung zugute. Wir hatten aufgrund des Wetters leider nicht ewig Zeit die schöne Aussicht auf das Stubaier Bergpanorama zu genießen. Daher begannen wir zügig mit dem Abstieg welcher auch das Abseilen des letzten Abschnittes beinhaltete. Wieder im Schnee angekommen übten wir die „Spaltenrettung“ inkl. Ausreisprobe des „T-Ankers“. Mit einem zufriedenen Lächeln machten wir uns auf den Rückweg.
Auf der Hütte angekommen freuten wir uns, wie die Tage zuvor, auf ein reichhaltiges „Drei Gänge Menü“ als auch auf ein kühles Blondes.
Leider konnten wir am Sonntag die geplante Mehrseillängentour über den Grat, aufgrund des gemeldeten schlecht Wetters nicht umsetzten. Daher entschieden wir uns für praktische Übungen im Blockgelände um unsere Kenntnisse bei Mehrseillängentouren zu Festigen. Vor dem Heimweg gönnten wir uns (endlich) einen leckeren Apfelstrudel und ließen die letzten Highlights noch einmal Revue passieren.













