vom badischen in den hessischen Odenwald
Verfasserin: Kathrin Friedel
Am Sonntag, den 28.09.25 trafen sich 14 junge, dynamische, sportliche Wanderbegeisterte, um die 21km-Halbmarathonstrecke von Scheidental bis Sensbachtal abzuwandern.
Wir starteten, nach einer Einführung und Profilkontrolle (damit jeder die Wanderung auch unbeschadet durch Wiesen und Waldsteige übersteht,) pünktlich um 9 Uhr im Hof unseres Wanderführers Werner Walter in Scheidental. Unser erstes Etappenziel, die Elz-Quelle, war nach wenigen hundert Metern bereits erreicht.
Leider ist die Einfassung der Quelle nicht mehr zu sehen. Hier erfuhren wir, dass die Elz früher einige Mühlen, darunter auch die Einbacher und die Heidersbacher Mühle, angetrieben hat und nach 40 km schließlich in den Neckar mündet.
Nun ging es weiter über etwas feuchte Waldwege durch den nebligen Herbstwald über das Richterhaus oder auch Schlangenhaus im früheren Dorf Galmbach. Um das Richterhaus ranken sich verschiedene Mythen, so z.B., dass die letzten Bewohner dort ausgezogen sind, weil der Keller voller Schlangen war.
Schließlich ging es am Stauteich vorbei bis ins Eduardstal. Der damalige Fürst von Leiningen benannte die Gemarkung mit dem einzig erhaltenen Haus, dem Forsthaus, nach seinem Sohn.



Nach interessanten Informationen und Geschichten rund um das verlassene Dorf Galmbach ging die Tour weiter zu einem Höhepunkt, der Pause, in der wir herzlich und köstlich mit Kaffee, Tee, Kuchen und Muffins überrascht wurden. Zum damaligen Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dies die Energie-Tankstelle für den weiteren Tourverlauf sein würde. Nach der Stärkung wanderten wir durch Kailbach bis zum Lochbrunnen, an dem unsere jüngsten Teilnehmer einiges zu erzählen und viel Spaß mit dem Wasser hatten.
Der anschließende Anstieg erinnerte schon an eine Bergtour. Gut, dass wir ordentlich Koffein und Zucker getankt hatten. Da wir aber alle super trainiert (😉) und ausdauernd sind, freuten wir uns über den Kailbacher Pfad, einem schönen Steig durch den Wald, der uns bis Hohberg führte.



Schließlich liefen wir am Grad nahezu eben bis Ober-Sensbachtal, wo wir uns nach einer fantastischen Wanderung mit vielen netten Gesprächen und tollen Ausblicken eine Stärkung verdient hatten. So kehrten wir, einige Zeit früher als geplant, in der Holzer Stube, mit leckerem Essen und sehr humanen Preisen ein.
Abschließend hatte Werner mit seiner Familie sogar für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt gesorgt. Dafür waren wir sehr dankbar, denn einige Teilnehmer hatten an diesem Tag ihre bisher längst Wanderung gemacht und können wirklich stolz darauf sein, dass sie den Weg so toll und vor allem in so einem Tempo gemeistert hatten.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die nächste Tour mit Werner sicher wieder viel Anklang finden wird, weil sie gut geplant und kurzweilig ist, viel Interessantes und wunderschöne Wanderwege zu bieten hat.





